Balkonkraftwerke Halterungen & Befestigungen für den Garten
Warum eine sichere Halterung im Garten so wichtig ist
Balkonkraftwerke sind eine der einfachsten Möglichkeiten, selbst sauberen Strom zu erzeugen. Immer mehr Menschen entscheiden sich dafür, ihre Solarmodule nicht am Balkon, sondern im Garten zu montieren. Das bietet viele Vorteile: mehr Platz, flexible Ausrichtung und oft eine bessere Sonneneinstrahlung. Damit dein Mini-PV-System jedoch sicher und effizient läuft, benötigst du die richtige Halterung oder Befestigung für den Garten.
Eine stabile Halterung sorgt dafür, dass deine Solarmodule auch bei Wind, Regen oder Schnee an Ort und Stelle bleiben und den optimalen Neigungswinkel einhalten. Ohne passende Befestigung riskierst du nicht nur Schäden am Material, sondern auch einen geringeren Stromertrag.
Welche Halterungen für Balkonkraftwerke im Garten gibt es?
1. Aufständerungen für den Boden
Die häufigste Lösung im Garten sind sogenannte Aufständerungen. Dabei handelt es sich um Gestelle, die auf einer ebenen Fläche – zum Beispiel einer Terrasse oder auf dem Rasen – aufgestellt werden. Sie halten die Module in einem festen Neigungswinkel von meist 20 bis 35 Grad.
- Vorteile: Einfach aufzustellen, keine Bohrarbeiten notwendig, flexibel verschiebbar.
- Nachteile: Müssen mit Gewichten (z. B. Gehwegplatten) beschwert werden, um windstabil zu bleiben.
2. Ballastierte Befestigungssysteme
Eine weitere Variante sind Halterungen, die durch Ballast gesichert werden. Hierbei werden die Gestelle nicht verschraubt, sondern durch schwere Platten oder Steine fixiert.
- Vorteile: Kein Eingriff in den Boden nötig, ideal für Mieter.
- Nachteile: Höheres Gewicht, optisch nicht immer schön.
3. Erdspieße und Bodenanker
Wer eine dauerhafte Lösung möchte, kann Erdspieße oder Bodenanker verwenden. Diese werden direkt im Boden verankert und bieten maximale Stabilität.
- Vorteile: Sehr robust, auch bei Sturm stabil.
- Nachteile: Aufwendiger Aufbau, nicht in jedem Garten erlaubt.
4. Wand- und Zaunbefestigungen
In einigen Gärten bietet sich auch eine Befestigung an Wänden, Mauern oder Zäunen an. Dabei werden die Solarmodule direkt vertikal montiert.
- Vorteile: Platzsparend, Module stehen nicht im Weg.
- Nachteile: Weniger Ertrag, da der Neigungswinkel nicht optimal ist.
Worauf du bei der Auswahl einer Halterung achten solltest
1. Stabilität & Windsicherheit
Gerade im Garten sind Balkonkraftwerke oft stärkerem Wind ausgesetzt als auf einem Balkon. Achte daher darauf, dass die Halterung robust ist und entweder fest verschraubt oder schwer genug beschwert wird.
2. Neigungswinkel
Für eine optimale Stromausbeute sollte der Winkel zwischen 25 und 35 Grad liegen. In Norddeutschland kann ein etwas steilerer Winkel sinnvoll sein, in Süddeutschland eher flacher.
3. Ausrichtung
Die Module sollten nach Süden ausgerichtet sein. Falls das nicht möglich ist, sind auch Süd-Ost oder Süd-West noch gute Optionen.
4. Materialqualität
Hochwertige Halterungen bestehen aus Aluminium oder Edelstahl. Sie sind korrosionsbeständig und halten viele Jahre. Billige Materialien können sich verformen oder rosten.
5. Montagefreundlichkeit
Nicht jede Halterung ist gleich leicht aufzubauen. Vor allem ballastierte Systeme lassen sich oft ohne Werkzeug montieren, während Bodenanker mehr Arbeit erfordern.
Schritt-für-Schritt: Balkonkraftwerk im Garten befestigen
- Standort wählen – möglichst sonnig, keine Verschattung durch Bäume oder Gebäude.
- Untergrund prüfen – fester Boden oder Terrasse eignen sich am besten.
- Halterung aufstellen – je nach System einfach hinstellen oder im Boden verankern.
- Module montieren – Solarmodule sicher verschrauben oder einklicken.
- Beschwerung anbringen – bei ballastierten Systemen unbedingt ausreichend Gewichte nutzen.
- Kabel verlegen – wettergeschützt, UV-beständig, möglichst kurz halten.
- Wechselrichter anschließen – nach Anleitung montieren, häufig direkt am Modulrahmen.
- Einspeisung starten – über die Steckdose oder mit Wieland-Stecker ins Hausnetz einspeisen.
Vor- und Nachteile von Balkonkraftwerken im Garten
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Vorteile |
Nachteile |
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Mehr Platz für Module als am Balkon |
Höhere Windlast |
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Flexible Ausrichtung möglich |
Meist sichtbarer im Garten |
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Einfache Montage ohne Bohren |
Eventuell Genehmigung nötig |
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Auch für größere Mini-PV-Anlagen geeignet |
Zusätzliche Beschwerung erforderlich |
Häufige Fragen (FAQ)
Welche Halterung ist die beste für den Garten?
Das hängt vom Untergrund ab. Auf Terrasse oder Rasen eignen sich
Aufständerungen oder ballastierte Systeme. Für dauerhafte Lösungen sind
Bodenanker ideal.
Muss ich mein Balkonkraftwerk im Garten genehmigen lassen?
In den meisten Fällen reicht die Anmeldung beim Netzbetreiber und im
Marktstammdatenregister. Baurechtliche Genehmigungen sind selten nötig, außer
bei sehr großen Konstruktionen.
Wie schwer müssen die Gewichte bei ballastierten
Halterungen sein?
Das hängt von Modulgröße, Gestell und Windlastzone ab. Hersteller geben oft
konkrete Empfehlungen, meist 20–40 kg pro Modul.
Kann ich ein Balkonkraftwerk am Gartenzaun befestigen?
Ja, das ist möglich, wenn der Zaun stabil genug ist. Allerdings ist der Ertrag
oft geringer, da der Neigungswinkel nicht optimal ist.
Die richtige Halterung macht den Unterschied
Ein Balkonkraftwerk im Garten ist eine hervorragende Möglichkeit, die eigene Stromrechnung zu senken und einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Doch damit die Module auch wirklich effizient arbeiten, ist eine passende Halterung oder Befestigung entscheidend.
Ob Aufständerung, Ballastsystem oder Bodenanker – die Wahl hängt von deinem Garten, dem Untergrund und deinen persönlichen Anforderungen ab. Achte vor allem auf Stabilität, Neigungswinkel und hochwertige Materialien. So stellst du sicher, dass dein Balkonkraftwerk viele Jahre zuverlässig Strom produziert.